An der Geschäftsleitungssitzung vom 20. September 2016 wurde das Motto für die Jahre 2017 bis 2019 festgelegt. Es lautet:

Wir kommunizieren.

Wir alle kommunizieren. Im beruflichen, sozialen, schulischen Alltag, mit Familienangehörigen, Freund/-innen, Nachbar/-innen etc. Mit der Umwelt in Kontakt treten, sich mitteilen und den eigenen Willen kundtun ist ein zentraler Akt des Mensch-Seins, eine der Grundbedingungen menschlichen Seins. Verstehen und verstanden werden sind Schlüssel zur Teilhabe. Im Allgemeinen machen wir uns wenig Gedanken über unsere Kommunikation, denn wir erwarten verstanden zu werden und glauben zu verstehen. Wie schwierig das ist, merken wir erst, wenn Missverständnisse offensichtlich werden.

Sobald wir uns in der Gemeinschaft mit anderen Menschen befinden, kommunizieren wir. Mit unserer Mimik, der Körperhaltung oder der verbalen Sprache. Das lateinische Wort „communicare“ steht für „teilen“, „mitteilen“. Es bedeutet aber auch „gemeinsam machen“, „vereinigen“. Kommunikation verbindet uns, ist Teil unseres „Mensch-Seins“. Egal ob Jung oder Alt, ob Dick oder Dünn, Menschen mit oder ohne Behinderung. Doch Unvollkommen wie wir alle sind, kommunizieren wir auch mehr oder weniger unvollkommen.

Unter dem Motto „Wir kommunizieren.“ betrachten wir in den kommenden drei Jahren intensiv unsere Kommunikation aus verschiedenen Blickwinkeln.

Wir suchen Antworten auf Fragen wie:

  • Mit wem kommunizieren wir überhaupt? Mit Familienangehörigen, Verwandten und Bekannten? Mit den Schul-, Wohn-, Arbeitskolleg/-innen? Kommunizieren wir auch mit unseren Haustieren? Oder mit den Zimmerpflanzen?
  • Und wie kommunizieren wir? Mit Worten, Blicken, Gesten? Welche Aktion, welcher Ton, welche Wortwahl löst welche Reaktion aus? Können wir diese vorhersehen?
  • Was können wir tun, damit der Empfänger, die Empfängerin uns (besser) versteht? Welches Potential liegt in meinem Gegenüber verborgen  - und wie kommuniziere ich, um dieses zu entdecken und zu fördern?
  • Und wie können wir Menschen mit einer Kommunikationsbeeinträchtigung unterstützen, damit sie ihrem Willen besser Ausdruck verleihen können und damit wir sie besser verstehen? Welche Rodtegg-übergreifenden Instrumente gibt es, um die Kommunikation zu einer aktiven Teilhabe am schulischen, sozialen oder gesellschaftlichen Leben aktiv und tatkräftig zu fördern.
  • Und wie gehen wir mit den modernen Kommunikationsmitteln um? Wie benützen wir Tablets, Smartphones, Notebooks? Und wie setzen wir die modernen „Kommunikationsmedien“ wie What’s App, SMS, Facebook, Instagram, Twitter etc. ein?

Mit diesen Fragen setzen wir uns in den kommenden drei Jahren intensiv auseinander. Rodteggübergreifend aber auch klassen- oder gruppenintern. An Workshops, in den Themenwochen, an Fortbildungen arbeiten wir gemäss unserem Auftrag auch anhand dieses Mottos an unserem gemeinsamen Ziel: der grösstmöglichen Selbständigkeit und Partizipation der Klientinnen und Klienten der Rodtegg.