Realisierte Spendenprojekte der Vorjahre

Zusammensetzung der Spenden 2016

Dank vieler grosser und kleinen Spenden konnten wir u.a. folgende Projekte realisieren.

Freizeitraum ↓

Der dunkle Jugendraum wurde im Jahr 2015/2016 zu einem hellen und einladenden Freizeitraum ausgebaut. Für die Gestaltung, Einrichtung und die spätere Nutzung wurden Klientinnen und Klienten in Form einer Projekt- und Echogruppe in das Projekt miteinbezogen. Auf diese Weise konnten Ideen, Wünsche und Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten berücksichtigt und bei der Umgestaltung umgesetzt werden. Das Augenmerk wurde dabei auf eine möglichst hohe Funktionalität gerichtet, sodass Klientinnen und Klienten mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen den Raum möglichst selbstständig und unbegleitet nutzen können. Neben dem Ausbau des Raumes, wurde auch der Aussenbereich neugestaltet und bietet nun Platz, um im Sommer auf der Terrasse zu verweilen.

Auf diese Weise können unbegleitete Begegnungen und Erfahrungen mit Peergroups stattfinden. Des Weiteren ist der Freizeitraum ein Raum „von Klient/-innen für Klient/-innen“ und bietet somit auch ein Lernfeld für die Selbstorganisation. Hierfür wird die Organisation des Freizeitraumes in vier Ressorts-Verantwortungsbereiche aufgeteilt, von denen jeweils drei Bereiche direkt durch Klientinnen und Klienten bewirtschaftet werden.

Rodter Park ↓

Der Rodte Park wurde am 20. September 2014 eröffnet. Er wurde vollumfänglich mit Spenden finanziert.

Flyer Rodte Park

 

Rollstuhlgängiges Bächli ↓

Die meisten Menschen im Rollstuhl kommen selten bis nie an fliessende Gewässer: Es gibt nirgendwo Bäche, die auf Tischhöhe fliessen und nur in den seltensten Fällen sind Bachufer rollstuhlgängig.

Daher hat die Rodtegg 2011 ein Bächlein angelegt, das Rollstuhlfahrerinnen und -fahrern Möglichkeiten bietet, sinnliche Erfahrungen mit dem  Element Wasser zu machen. Erfahrungen, die für viele von uns mit schönen, angenehmen Erinnerungen verbunden sind: Wasser durch die Hände rinnen oder darauf Schiffli fahren lassen oder im Sommer bei Hitze den nackten Fuss oder die Hand ins fliessende, kühle Wasser halten.

Das Wasser aus eigener Quelle fliesst gezielt durch reinigendes Schilf und stürzt anschliessend als kleiner Wasserfall in ein Bächli auf Tischhöhe. An dieser Stelle ist das Bächli mit einem Rollstuhl „unterfahrbar“. Das heisst, Klient/-innen im Rollstuhl – Kinder ebenso wie Erwachsene - können sich ohne Sicherheitsrisiko nahe am Bächli aufhalten. Danach fliesst das Bächlein unter einem Brücklein durch, dank dessen Gitter einen Blick von oben auf das Bächlein möglich ist.

Spiegelplatz ↓

Otto Schärli, Architekt der Rodtegg, hat bei der Planung und Ausgestaltung der Räume sehr eng mit seinem Freund Hugo Kükelhaus (deutscher Philosoph und Pädagoge, 1900-1984) zusammengearbeitet.

Sie gingen davon aus, dass unsere SINNE genutzt werden müssen, damit sich das Gehirn positiv entwickeln kann und Wahrnehmungen verarbeitet werden können. Dies geschieht durch Stimulation von aussen. Zur Eröffnung im Jahre 1980 erhielt die Rodtegg fünf Objekte von Hugo Kükelhaus, die heute irreparable Schäden aufweisen. Diese sollen nun nach und nach ersetzt werden.

Dank Spenden konnte als erstes der Spiegelplatz eingerichtet werden. Dort können die Betrachter/-innen in vier gebogenen Zerrspiegeln ihre scheinbar veränderten Körperbilder erfahren.

In einer nächsten Phase sollen weitere Kükelhausobjekte, wie z.B. die rotierenden Scheiben, das Wasserprisma oder die Steinharfe wieder in der Rodtegg ihre Platz finden.

Rodter Platz ↓

Im Jahre 2010 wurde der damals etwas diffuse Zugang zur Rodtegg offener und transparenter gestaltet. Gleichzeitig wurde der „Innenplatz“ mit seinen schmalen Verkehrswegen und grossen Rabatten zu einem grosszügigen Begegnungsplatz, auf welchem alle Arten von Aktivitäten möglich sind, umgebaut. Der Platz ist in rotem, weichem Kunststoffbelag gehalten und mit blauen Sitzgelegenheiten möbliert. Form und Farbe setzen spielerisch das Rodtegg-Logo um. Neben der Linde dominiert der versetzte Brunnen und verleiht dem Ort den Charakter eines Dorfplatzes.

Das erweiterte Gartenrestaurant ist rollstuhlgängig und schmiegt sich an den 'Rodten Platz' an und wird von einem Baumdach beschattet.

Ausserordentliche Therapien ↓

Aus Persönlichkeitsschutzgründen können wir hier nicht detailliert aufführen, wer welche Therapien finanziert bekommen hat. Aus dem Fonds „ausserordentliche Therapien“ finanzierten wir ganz oder teilweise:

Heilpädagogisches Reiten, Entspannungstherapien, Ergotherapien, Wassertherapien, Musiktherapie und die Waldtrainingsgruppe (Die Physiotherapie führt deshalb mit Jugendlichen, die alle eine Gehbehinderung oder Wahrnehmungsprobleme haben, während 37 Schulwochen eine Wald- und Vita-Parcour-Lektion durch. Durch die gezielte Förderung im Wald, lernen die Jugendlichen sich motorisch variantenreich zu bewegen, bauen Muskelkraft auf und werden sicherer.)

„Bungee-Trampolin“ ↓

Das Springen auf einem Trampolin mit Elastseilen (das Bungee –Trampolin) lässt die Schwerkraft verschwinden und ermöglicht Bewegungen, die sonst für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit körperlicher Behinderung unmöglich sind.

Die Attraktivität der Sportmöglichkeiten in der Turnhalle der Rodtegg wurde durch das Bungee –Trampolin massiv gesteigert. Das zusätzliche, nicht alltägliche Bewegungsangebot, wurde ermöglicht durch eine Spende der Herzog-Theler Stiftung, Luzern und des Club der 200, Luzern.

Im Sommer 2011 wurde das Bungee-Trampolin in Betrieb genommen. Und siehe da, bei den einen und den anderen liegt mit ein bisschen Übung sogar ein Salto mit drin….

„Dreirad Dresin-Plus“ ↓

Ein spezielles Dreiradvelo mit Elektromotor ermöglicht es Rollstuhlfahrerinnen und -fahrern, einen Ausflug oder einen Besuch in der Stadt per Velo zu unternehmen und den Weg hinauf zur Rodtegg wieder zu bewältigen. Dank des Elektromotors kann jede erwachsene Person, welche auf dem hinter dem Rollstuhl fixierten Velo sitzt, ohne grosse Mühe mit dem Dreirad bergauf und bergab fahren.

Sprudelliegen im Hallenbad ↓

Im Hallenbad der Stiftung Rodtegg wurden vier Sprudelliegen installiert, die speziell für Menschen mit Behinderung eingerichtet sind. Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderung entspannen sich im warmen Wasser auf Sprudelliegen und erfahren so eine Linderung in ihrem Alltag, der sehr oft von Spasmen (hoher Muskeltonus) begleitet ist. Die Klient/-innen haben das Erlebnis, vom Wasser getragen zu werden. Ein Ereignis, das für Menschen mit Behinderung, die mehrheitlich auf Rollstühle angewiesen sind, von zentraler Bedeutung ist.

Projektwoche "Eis und Schnee" ↓

Anstelle einer langen Beschreibung über die  Projektwoche "Eis und Schnee",  können Sie die Berichte, die die Kinder und Jugendlichen über die Projektwoche oder über das Skilager im Sörenberg geschrieben haben, lesen. 

Berichte über die Projektwoche "Eis und Schnee"