Realisierte Spendenprojekte der Vorjahre

Zusammensetzung der Spenden 2018

Dank vieler grosser und kleinen Spenden konnten wir u.a. folgende Projekte realisieren.

Beziehungs- und Begegnungszimmer 2019 ↓

Am 12. Juni 2019 war es endlich soweit. Die Rodtegg durfte das Beziehungs- und Begegnungszimmer eröffnen. Menschen mit Behinderungen sollen mehr Privatsphäre bekommen, um ihre Sexualität und ihre Liebesbeziehungen leben zu können. Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, rührt an einem Tabu. Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, die freie Entfaltung der Persönlichkeit und der Schutz der sexuellen Integrität gehören zum Kern der Grund- bzw. Menschenrechte, wie es die Behindertenrechtskonvention(BRK) in entsprechenden Artikeln explizit formuliert.

Die Zahl der erwachsenen Klient/-innen, welche in der Rodtegg während 365 Tagen wohnen, hat sich in den letzten fünf Jahren von 20 auf 38 erhöht. Vielen von ihnen ist es nicht möglich Besucher/-innen in einem geschützten Umfeld zu empfangen, da die Privatsphäre zum Erleben einer Beziehung nicht gegeben ist. Das gewünschte Begegnungs– und Beziehungszimmer soll diesen Mangel aufheben.

Aussenraum Wohnstudios 2019 ↓

2018 wurde an der Nordfassade der Wohnstudios der Aussenplatz saniert. Um dem grossen Platzbedarf der vierzehn Klient/-innen gerecht zu werden, wurde der gemeinsame Gartensitzplatz neu konzipiert und gleichzeitig vergrössert. Mit der Neugestaltung konnten wir eine für die Klient/-innen barrierefreie Nutzung erreichen. Die nun 9 x 9 Meter grosse fugenlose Fläche wird von einem modernen Metallpavillon begrenzt und überdacht. Durch verstellbare Lamellen kann per Fernbedienung das Bedürfnis nach Licht oder Schutz vor Witterung gesteuert werden. Mit dem neuen Pavillon besitzen die Bewohner/-innen einen wunderschönen Aufenthaltsort an welchem sie ihre Freizeit gerne verbringen und soziale Kontakte pflegen können.

Gleichzeitig wurden die privaten Gartensitzplätze der sechs Wohnstudios im Erdgeschoss erneuert. Sie besitzen nun einen fugenlosen, barrierefreien Asphaltbelag und eine lockere Abgrenzung mit grossen Granitsteinen mit einer dazugehörenden Bepflanzung zum bestehenden Fluchtweg. Die Sitzplätze dieser Studios sind mit einer elektrisch bedienbaren Sonnenstore ausgestattet, welche durch die Bewohner/-innen per Fernbedienung selbständig gesteuert werden können. Die Möglichkeit eines Platzes um sich in Ruhe von strengen Tagen zu erholen, oder Freunde und Familie in lockerer Atmosphäre zu treffen, konnte mit dieser Neugestaltung erweitert werden. Der Aussenplatz wurde 2019 eingeweiht.

 

 

 

Bewohner/-innen Ferien 2018 ↓

Hallo Berlingen und Hallo schönes „Ferienhotel Bodensee“, hiess es nach der eineinhalb stündigen Autofahrt mit unserem Rodtegg Fahrerteam, das eine Gruppe Klient/-innen der 18+ sehr gut an ihr Ziel brachte.
Shoppingtour in Konstanz, Badevergnügen im Säntispark, Wild- und Freizeitpark in Allensbach und einiges mehr boten die Ferien am Bodensee. Ein Nachtessen in der Pizzeria durfte natürlich keinesfalls fehlen.  Für alle waren die Ferientage Erholung und Spass pur.
Dank der vielen grosszügigen Spenden konnten wir die Ferien in vollen Zügen geniessen.
Sie alle wünschen sich eine Wiederholung, weshalb alle erneut auf viele grosse und kleine Zuwendungen für unsere Ferienwochen hoffen. Zum Voraus Danke.

Projekt „Sinnesobjekte Kükelhaus“ 2018 ↓

Unsere SINNE müssen genutzt werden, damit sich das Gehirn positiv entwickeln kann und Wahrnehmungen verarbeitet werden können. Dies geschieht durch Stimulation von aussen. Zur Eröffnung im Jahre 1980 erhielt die Rodtegg fünf Objekte von Hugo Kükelhaus, die heute irreparable Schäden aufweisen. Dank einer Erbschaft konnte im Jahr 2018 der Rodte Park um 8 Kükelhausobjekte erweitert werden. Die Kükelhausobjekte inspirieren Menschen mit und ohne Behinderung zu experimentieren, zu erforschen und zu erleben, um sich nachhaltige SINNES-Eindrücke zu verschaffen. Installiert wurden rotierenden Scheiben, das Wasserprisma oder die Steinharfe, Summstein, Klangblatt etc.

Höhenverstellbare Toiletten 2017 ↓

Die Erfahrungen mit den höhenverstellbaren Koch- und Arbeitsflächen in den Küchen des Wohnheimes sowie den höhenverstellbaren Lavabos in den Schul- und Therapieräumen, die in den Jahren 2009-2010 mit Spenden finanziert wurden, sind äusserst positiv. Die Klient/-innen gewinnen mehr Selbständigkeit und partizipieren an der Gemeinschaft. Im Schulhaus und in der bürowärkstatt konnten wir dank Spenden schon 8 Toiletten nachrüsten.  Während der Mittagszeit werden 55 Kinder und Jugendliche in der Mittagsbetreuung verpflegt. Für die Mittagshygiene teilen sie sich einen Waschraum mit 6 Lavabos und 4 Toiletten.

Projekt „Balestra-Plätzli“, Outdoor-Kraftraum 2017 ↓

Genannt nach der Erblasserin, Erica Schoch-Balestra, baute die Rodtegg einen Outdor-Kraftraum. Dieser umfasst 9 nigelnagelneue Outdoor-Kraftgeräte für Klein und Gross, Alt und Jung, mit oder ohne Behinderung. Die Geräte laden ein zum Entdecken, Erleben und Mitspielen oder Trainieren. Installiert wurden u.a. ein Rückentrainer, ein Balancegerät, Arm- und Sitzfahrräder, ein Gleichgewichtstrainer und Beinheber. Damit wird aus Rodten Park ein „Mehrgenerationen-Integrations-Park.“

Unbeschwerte Ferientage im Tessin 2017 ↓

Die Klient/-innen des Fachbereichs 18+ führen Ende April 2017 für eine Woche ins Tessin. Trotz Regenwetter besuchten sie den Warenmarktes in Luino sowie der Swiss Miniatur in Melide. Sie besichtigten die Staumauer Verzasca Tal und flanierten in Ascona. Daneben genossen alle auch das „Chillen“ im Hotelgarten oder das Nachtleben auf der Piazza Grande. Begleitet werden die jungen Frauen und Männer während dieser Woche von Sozialpädagog/-innen und Fachpersonen Betreuung, Fahrer/-innen und Pflegefachleuten.

Freizeitraum 2016 ↓

Der dunkle Jugendraum wurde im Jahr 2015/2016 zu einem hellen und einladenden Freizeitraum ausgebaut. Für die Gestaltung, Einrichtung und die spätere Nutzung wurden Klientinnen und Klienten in Form einer Projekt- und Echogruppe in das Projekt miteinbezogen. Auf diese Weise konnten Ideen, Wünsche und Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten berücksichtigt und bei der Umgestaltung umgesetzt werden. Das Augenmerk wurde dabei auf eine möglichst hohe Funktionalität gerichtet, sodass Klientinnen und Klienten mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen den Raum möglichst selbstständig und unbegleitet nutzen können. Neben dem Ausbau des Raumes, wurde auch der Aussenbereich neugestaltet und bietet nun Platz, um im Sommer auf der Terrasse zu verweilen.

Auf diese Weise können unbegleitete Begegnungen und Erfahrungen mit Peergroups stattfinden. Des Weiteren ist der Freizeitraum ein Raum „von Klient/-innen für Klient/-innen“ und bietet somit auch ein Lernfeld für die Selbstorganisation. Hierfür wird die Organisation des Freizeitraumes in vier Ressorts-Verantwortungsbereiche aufgeteilt, von denen jeweils drei Bereiche direkt durch Klientinnen und Klienten bewirtschaftet werden.

Rodter Park 2014 ↓

Der Rodte Park wurde am 20. September 2014 eröffnet. Er wurde vollumfänglich mit Spenden finanziert.

Flyer Rodte Park

 

Rollstuhlgängiges Bächli 2011 ↓

Die meisten Menschen im Rollstuhl kommen selten bis nie an fliessende Gewässer: Es gibt nirgendwo Bäche, die auf Tischhöhe fliessen und nur in den seltensten Fällen sind Bachufer rollstuhlgängig.

Daher hat die Rodtegg 2011 ein Bächlein angelegt, das Rollstuhlfahrerinnen und -fahrern Möglichkeiten bietet, sinnliche Erfahrungen mit dem  Element Wasser zu machen. Erfahrungen, die für viele von uns mit schönen, angenehmen Erinnerungen verbunden sind: Wasser durch die Hände rinnen oder darauf Schiffli fahren lassen oder im Sommer bei Hitze den nackten Fuss oder die Hand ins fliessende, kühle Wasser halten.

Das Wasser aus eigener Quelle fliesst gezielt durch reinigendes Schilf und stürzt anschliessend als kleiner Wasserfall in ein Bächli auf Tischhöhe. An dieser Stelle ist das Bächli mit einem Rollstuhl „unterfahrbar“. Das heisst, Klient/-innen im Rollstuhl – Kinder ebenso wie Erwachsene - können sich ohne Sicherheitsrisiko nahe am Bächli aufhalten. Danach fliesst das Bächlein unter einem Brücklein durch, dank dessen Gitter einen Blick von oben auf das Bächlein möglich ist.

Spiegelplatz 2010 ↓

Otto Schärli, Architekt der Rodtegg, hat bei der Planung und Ausgestaltung der Räume sehr eng mit seinem Freund Hugo Kükelhaus (deutscher Philosoph und Pädagoge, 1900-1984) zusammengearbeitet.

Sie gingen davon aus, dass unsere SINNE genutzt werden müssen, damit sich das Gehirn positiv entwickeln kann und Wahrnehmungen verarbeitet werden können. Dies geschieht durch Stimulation von aussen. Zur Eröffnung im Jahre 1980 erhielt die Rodtegg fünf Objekte von Hugo Kükelhaus, die heute irreparable Schäden aufweisen. Diese sollen nun nach und nach ersetzt werden.

Dank Spenden konnte als erstes der Spiegelplatz eingerichtet werden. Dort können die Betrachter/-innen in vier gebogenen Zerrspiegeln ihre scheinbar veränderten Körperbilder erfahren.

In einer nächsten Phase sollen weitere Kükelhausobjekte, wie z.B. die rotierenden Scheiben, das Wasserprisma oder die Steinharfe wieder in der Rodtegg ihre Platz finden.

Rodter Platz 2010 ↓

Im Jahre 2010 wurde der damals etwas diffuse Zugang zur Rodtegg offener und transparenter gestaltet. Gleichzeitig wurde der „Innenplatz“ mit seinen schmalen Verkehrswegen und grossen Rabatten zu einem grosszügigen Begegnungsplatz, auf welchem alle Arten von Aktivitäten möglich sind, umgebaut. Der Platz ist in rotem, weichem Kunststoffbelag gehalten und mit blauen Sitzgelegenheiten möbliert. Form und Farbe setzen spielerisch das Rodtegg-Logo um. Neben der Linde dominiert der versetzte Brunnen und verleiht dem Ort den Charakter eines Dorfplatzes.

Das erweiterte Gartenrestaurant ist rollstuhlgängig und schmiegt sich an den 'Rodten Platz' an und wird von einem Baumdach beschattet.

Ausserordentliche Therapien ↓

Aus Persönlichkeitsschutzgründen können wir hier nicht detailliert aufführen, wer welche Therapien finanziert bekommen hat. Aus dem Fonds „ausserordentliche Therapien“ finanzierten wir ganz oder teilweise:

Heilpädagogisches Reiten, Entspannungstherapien, Ergotherapien, Wassertherapien, Musiktherapie und die Waldtrainingsgruppe (Die Physiotherapie führt deshalb mit Jugendlichen, die alle eine Gehbehinderung oder Wahrnehmungsprobleme haben, während 37 Schulwochen eine Wald- und Vita-Parcour-Lektion durch. Durch die gezielte Förderung im Wald, lernen die Jugendlichen sich motorisch variantenreich zu bewegen, bauen Muskelkraft auf und werden sicherer.)

Sprudelliegen im Hallenbad ↓

Im Hallenbad der Stiftung Rodtegg wurden vier Sprudelliegen installiert, die speziell für Menschen mit Behinderung eingerichtet sind. Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderung entspannen sich im warmen Wasser auf Sprudelliegen und erfahren so eine Linderung in ihrem Alltag, der sehr oft von Spasmen (hoher Muskeltonus) begleitet ist. Die Klient/-innen haben das Erlebnis, vom Wasser getragen zu werden. Ein Ereignis, das für Menschen mit Behinderung, die mehrheitlich auf Rollstühle angewiesen sind, von zentraler Bedeutung ist.